· 

Reality Loop Teil 1 - Dein Hamster Rad

Dein Hamster Rad - Kerstin Mais
Dein Hamster Rad

 

Wie fühlst du dich heute in deinem Hamster Rad? Du bist nicht drinnen, meinst du.

 

Dann lass uns gemeinsam schauen!

 

Stehst du früh morgens auf? Frühstückst?

Begibst dich auf den Weg zur Arbeit?

Ziehst deine Stunden durch?

Dann wieder zurück nach Hause?

Vielleicht einkaufen?

Was essen?

Fernsehen?

 

 

Morgen früh wieder genauso. Kleine Unterbrechung durch das Wochenende. Yeah da wird Party gemacht. Dann  wieder Montag und von vorne das Ganze.

 

Nein, bei dir ist das nicht so? Du hast schließlich deine eigene Firma. Bist unabhängig. Ist das so? Stehst du nicht früh morgens auf? Sicher du ziehst nicht deine 8 Stunden durch, oft mehr. Dein Fokus ist nicht nur darauf gerichtet so viel Geld nach Hause zu bringen, dass der normale Alltag finanziert werden kann. Du kümmerst dich um neue Investitionen, neue Aufträge, die Mitarbeiter müssen ihr verdientes Geld erhalten, Steuern gezahlt werden. All das auch wieder Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Ist das kein Hamster Rad?

 

Jetzt schauen wir uns dich an, der du unter der Brücke lebst. Du bist raus aus dem System? Brauchst du nicht Tag für Tag was zu essen und zu trinken? Einen trockenen, warmen Schlafplatz? Die Flasche, die dich alles vergessen lässt? 

 

 

Kerstin Mais in New York
Central Park New York - Unter der Brücke

Jeder hier steckt in seinem eigenen, persönlich kreierten Hamster Rad.

 

Jeder sorgt sich, hat Angst und hofft auf das Beste.

 

 

         Hoffentlich läuft der Tag heute gut. 

         Hoffentlich muss ich nicht so lange warten bei meinem Termin.

         Hoffentlich schlägt die Behandlung an, geht die Operation nicht schief.

         Hoffentlich habe ich heute nicht so starke Schmerzen.

         Hoffentlich werde ich nicht krank.

         Hoffentlich scheint heute die Sonne.

         Hoffentlich bestehe ich heute meine Prüfung.

         Hoffentlich kriege ich den Auftrag.

         Hoffentlich verlässt sie / er mich nicht. …

 

Sicher hast du schon mal den Spruch gehört: Hoffnung stirbt zuletzt!

 

Und genau so ist es.

Man kann sich sehr lange daran klammern,

nur wird es nichts ändern.

 

Ich hatte das große Glück das schon sehr früh lernen zu dürfen.

 

Du kennst das sicher.

 

Es gibt immer wieder im Leben Menschen, die einen prägen, von denen wir lernen.

 

Mein damaligen Team Leader Lutz Pose forderte mich heraus mit den Worten:

 

„Hoffnung ist aufgeschobene Enttäuschung. Du kannst sehr lange in der Hoffnung stehen bleiben oder du kommst endlich ins TUN.“

 

TUN hieß für ihn Tag und Nacht oder

wie es heute oft heißt 24/7 – 24 Stunden täglich an 7 Tagen die Woche. 

 

Ich kann doch nicht immer nur arbeiten, wirst du vielleicht denken. 

 

Davon ist auch nicht die Rede. Erinnere dich! Es geht hier um Veränderung deines jetzigen Zustandes - deiner jetzigen Situation bzw. der Wahrnehmung all dessen. Offensichtlich wünscht du dir etwas anderes, bist im Moment so nicht zufrieden. Oder du bist im Großen und Ganzen zufrieden, nur dieses oder jenes könnte besser laufen.

 

Du hast über Jahre, 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche dir dein altes Denksystem beigebracht. Das hat dich ordentlich Arbeit gekostet. Dein Unterbewusstsein war fleißig und hat alles gespeichert und so entstehen Glaubenssätze wie diese:

 

  • Wenn man älter ist kriegt man halt diverse Zipperlein
  • Chronische Krankheiten sind nicht heilbar.
  • Schuld sind meine Eltern und meine schlechte Kindheit
  • Mein Übergewicht kommt von den Genen.
  • Mit über 50 ist man nun mal nicht mehr so beweglich.
  • Mir tun nun mal die Gelenke weh. Da kann man nichts machen.
  • Ich kriege nun mal 2 x im Jahr Grippe.
  • Ich bin wohl ein Pechvogel.
  • Thrombose fehlt mir noch.
  • Das und diese kann ich nicht.
  • Wenn ich das erst mal geschafft habe, geht´s mir gut.

Kommt dir das bekannt vor?

Bestimmt fallen dir auch einige andere Glaubenssätze ein,

die du natürlich bei den anderen beobachtet hast. 

 

Wenn du ganz ehrlich zu dir bist, entdeckst du auch bei dir solche Sätze.

Oder dir wird ein bestimmtes Verhalten bewusst,

welches du eigentlich nicht an dir magst oder an den anderen? 

 

„Ich bin nun mal so. Ich bin da ganz hilflos und kann nichts daran ändern.“

 

STOPP – nicht wieder in die ewige Jammer Gebete kommen.    

                   

„Ja, ich weiß doch, aber bei mir funktioniert das nicht… „

 

Hilft dir das weiter?  Nein. Eben nicht. 

 

Es wird Zeit wieder Verantwortung für dich zu übernehmen!

 

Dalai Lama bei Kerstin Mais
Dalai Lama

 

 

 

„Wissen und nichts tun,

 

ist wie nicht wissen.“

 

 

Dalai Lama   

Entscheidend ist das zu erkennen.

 

Dann und wirklich erst dann, macht es Sinn für dich einen besseren Weg zu suchen

und ihn zu gehen. Geh ihn selbst! Lass’ dich nicht gehen!

 

Bist du bereit?

Dein Hamster Rad und wie du es ändern kannst.

Das Modell des Reality Loop hilft dir dabei, zu verstehen,

wie du deine Realität täglich erlebst und auch selber kreierst.

 

Keiner von uns erlebt eine objektive Realität, sondern jeder Einzelne erlebt das,

was durch unsere selbst geschaffenen Filter als subjektive Realität ankommt.

Unsere Sinnesorgane nehmen scheinbar etwas wahr. Das wird mit altem Erlebtem abgeglichen und dann entschieden zu welcher Schublade es passt und wie weiter verfahren wird. All das geschieht in einem Bruchteil von Sekunden. 

 

Du kennst das doch, kaum beschäftigst du dich zum Beispiel mit deinem neuen Auto, siehst du überall diese Automarke. Oder du hast gerade ein gebrochenes Bein. Auf einmal siehst du überall Menschen mit Gipsbein. Das hat mit deinen Filtern zu tun. Du änderst deinen Fokus und konzentrierst dich auf eine bestimmte Sache und schon werden die Filter in deinem Unterbewusstsein dafür freigeschaltet. Es fahren also nicht mehr Autos dieser Marke rum und auch nicht mehr Menschen humpeln mit Gipsbein durch die Gegend. Du nimmst das jetzt nur wahr. 

 

In etwa so entsteht unsere subjektive Wahrnehmung der Realität. Wie wir diese erschaffen und vor allem wie du in diesen Prozess eingreifen kannst, das zeigt dir dieses Modell des „Reality Loop“* 

 

* Basierend auf Alexander Hartmanns “Reality Loop” und James Trips “Hypnotic-Loop”

 

Kerstin Mais - * Basierend auf Alexander Hartmanns “Reality Loop” und James Trips “Hypnotic-Loop”
Realitäts Schleife - Reality Loop

 

Du hast hier 4 Boxen.

 

Fangen wir oben rechts an „Imagination“.

 

Das ist die Vorstellungskraft, deine Phantasie, deine inneren Bilder, deine inneren Stimmen, bewusst oder auch unbewusst reinquatschend.

 

Hier an dieser Stelle wird eine Art Auslöser gedrückt mit direkter Wirkung auf die Box „Physiologie“ darunter. Jeder Gedanke, jedes Bild in deinem Geist hat eine Wirkung auf der Körperebene. Biochemische Prozesse werden angeschoben, ein Gefühl wird erzeugt, welches wiederum für ein Handeln sorgt. Jedes Tun oder nicht Tun kommt aus einem Gefühlsantrieb. Das ist wichtig zu verstehen.

 

Jeder Gedanke löst ein Gefühl aus, welches uns zu einer bestimmten Handlung motiviert. Aus dem Handeln ergibt sich eine „Erfahrung“ Box links unten, auf dessen Grundlage deine festen „Glaubenssätze“ Box links oben kreiert werden.

 

Ja, kreiert werden!

 

Du musst wissen, dass ca. 90 % deiner Überzeugungen

durch dein Unterbewusstsein wirken.

 

Das Unterbewusstsein ist mit einer Schallplatte vergleichbar.

Vom Tag unserer Geburt an ritzte jedes Wort, das wir hörten und jede Erfahrung, die wir machten eine Rille in diese Platte. Je öfter wir etwas hörten und erlebten, je intensiver und schmerzlicher es war, um so tiefer wurden die Rillen.

 

Unser Gehirn speichert alles was wir hören und erleben als wichtig im Unterbewusstsein ab - egal, ob die Informationen richtig oder falsch, gesund oder ungesund, hilfreich oder schädlich sind.

 

Hast du oft Schuldgefühle? Bist schnell gekränkt? Ärgerst dich leicht? 

Daran erkennst du die Macht des Unterbewusstseins. 

 

Diese inneren Programmierungen steuern dann dein weiteres Denken und Fühlen und Handeln und Erleben. Schon bist du mitten drin in einem Kreislauf, deinem Hamster Rad, deinem Reality Loop.

 

Erst wenn du das durchschaust, bist du in der Lage zuzupacken und in deine Realität einzugreifen. Hier hast du die Chance über die 4 Boxen auf deinen inneren Schweinehund zuzugreifen und ihn umzuprogrammieren.

 

„Imagination“ -       Wie nutze ich mein Denken bewusst? 

 

„Physiologie“ -        Wie verwende ich bewusst den Körper?

 

„Erfahrung“ -           Wie initiiere ich bewusst Erfahrungen, die meine 

                                 Glaubenssätze verändern?

 

„Glaubenssätze“ –  Wie greife ich bewusst in meine Überzeugungen ein?

 

 

Du merkst, wie wichtig „Bewusst“ machen ist.

 

Die meiste Zeit des Tages läuft für dich automatisch gesteuert ab.

Du glaubst das nicht? Gut, erinnere dich mal an heute Morgen.

 

  • Wie genau hast du deinem Körper befohlen die Bettdecke wegzuziehen?
  • Wie genau aufzustehen?
  • Wie viele Schritte in welcher Schrittlänge zum WC zu gehen?
  • Wie den Toiletten Deckel zu öffnen?
  • Wie das Paper greifen?
  • Wie die Zahnpasta Tube aufzuschrauben?????

Du weißt worauf ich hinaus will. All das haben wir uns antrainiert.

 

Es läuft automatisch. Das heißt zunächst muss ich lernen mich, mein Verhalten und die damit zusammenhängenden Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle  zu beobachten. Dann kann ich eingreifen und was verändern. 

 

 

Mehr zu den einzelnen Boxen erfährst du demnächst hier im Blog.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0